Das Top Mountain Motorrad Museum.

Noch ist die Passstrasse über das Timmelsjoch für den Verkehr gesperrt. Zwar haben die Räumungsarbeiten in der vergangenen Woche bereits begonnen. Die Italienische Seite liegt aber noch im Schnee und ist mit den aktuellen Schneefällen auch noch Lawinen-gefährdet.

Im letzten Jahr sind wir beim Alpenblitz über das Timmelsjoch. Damals war die Mautstation für die Passstrasse noch Baustelle.

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Heute sieht das anders aus. Aus der Baustelle wurde ein architektonisch durchaus interessantes Gebäude mit – obacht – : Skilift-Station, Maut-Station, Restaurant und Motorrad-Museum. Warum nicht.

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Stolze 10 Euro Eintritt kostet der Eintritt in das Museum auf 2175m Meereshöhe, übrigens egal ob jung oder alt. Zu spät gesehen, aber durchaus eine Alternative sind die vier Playstations im Obergeschoss des Restaurants, die keinen Eintritt kosten und für Kinder noch einen Ticken mehr Attraktivität haben als 100 Jahre alte Moppeds.

Im Museum sind etwa 200 alte Maschinen ausgestellt.

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Von Klassikern wie alten BMWs, Motorrädern mit Wankel-Motoren und italienischen Caferacern bis zu Spezialitäten mit beeindruckender Technik.

So zum Beispiel einem Harley Davidson Snobmobile (thematisch passend:

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oder einer Megola von 1921 mit einem Fünfzylindermotor im Vorderrad:

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Lang und technisch hochinteressant die Militaire von 1915 mit einer eigenartigen Lenkung, die das gesamte Vorderrad über eine gekrümmte Achse schiebt. Von der schieren Länge des Motorrads mal ganz abgesehen:

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Eröffnet hat das Museum vor ein paar Wochen. Ich bin gespannt ob das Konzept aufgeht, dass Motorradfahrer auf dem Weg von oder zum Timmelsjoch den Halt an der Mautstation zum Anlass nehmen, sich mit Motorradgeschichte, toll arrangiert in einem sehenswerten Ambiente, zu beschäftigen. Lohnen tut es sich jedenfalls. So wie die Fahrt über den Pass eben auch.

 

Tausche Räder gegen Kufen.

Unvorhersehbare  Ereignisse zwangen uns heute zu einem Alternativprogramm.

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Der Teer unter den Rädern war auffallend hell, die Traktion schlecht. Auch das Lenkverhalten entsprach nicht den gewohnten Eigenschaften.

Plus: im Sattel saß ein blinder Passagier.IMG_20160423_130412

Trotz allem muss ich sagen ist Motorradfahren (oder so was ähnliches) auf 3000 m Meereshöhe ein wahrer Spaß.

Zur Nachahmung empfohlen.

Der frühe Vogel fährt nach Bayrischzell und zum Achensee.

Es ist das erste Wochenende mit neuem Motorrad. Und es ist das Wochenende mit einer Regenwahrscheinlichkeit, die nicht mehr weg zu diskutieren ist. Nur der Samstagvormittag zeigt in der Vorhersage Licht- bzw. Sonnenblicke. Bis 12:00. Dann Regen.

Also muss der frühe Vogel wieder ran. Gar nicht mein Lieblingstier. Für Tage auf dem Snowboard oder dem Motorrad mache ich aber Ausnahmen. Und es sollte sich lohnen.

Kurz nach 7:00 geht es los auf nassen Fahrbahnen aber Sonne in Richtung Osten auf der A8. Bei Weyarn verlasse ich die Bahn und habe schon bald genug von der Bundesstrasse.

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Eher durch Zufall verschlägt es mich auf Nebenstraßen, die nicht mehr gegenverkehrwürdig sind. Aber es ist früh, und der Gegenverkehr hat keinen Wurm.

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Die Sonne steht am Himmel, die letzte Wolke hat sich verzogen und ich wundere mich, woher Herr Google eigentlich sein Wetter hat.

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Die Strecke durch das Leitzach-Tal bin ich in der Vergangenheit schon ein paar Mal mit dem Auto gefahren. Jedes Mal habe ich mir gedacht, das ist eine perfekte Motorrad-Strecke. Ist es.

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Von Bayrischzell entscheide ich mich für die Sudelfeld-Route, also raus in Richtung Osten.

IMG_20160416_083449Über ein paar wunderschöne Kehren gelangt man hinauf ins Skigebiet.

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Früher fand dort noch regelmäßig ein Snowboard-Weltcup statt. Seit aber einige Sponsoren abgesprungen sind und noch ein paar weitere nicht nachvollziehbare Gründe vorlagen, gibt es diese Veranstaltung nicht mehr. Wir waren dort, als Amelie Kober vor Heimatkulisse einen Weltcup-Sieg geholt hat. Damals im Nebel. Aber das ist ein anderes Thema.

Heute ist an Skifahren nicht mehr zu denken, ein paar Pisten sind am Restschnee noch zu erkennen.

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Seit einigen Zig Kilometern brennt an der RR die Reserve-Lampe. Touren mit der schönen Roten haben seine Herausforderungen. Der kleine Tank mit dem gesunden Appetit sind sicher eine davon. Doch darüber später in einem separaten Blog…

Zunehmend nervös geht es also weiter in Richtung Kiefersfelden. Irgendwo hier muss es doch eine Tankstelle geben. Tut es aber nicht.

Erst in Österreich gibt’s Nachschub. Und eine etwas zähere Strecke mit viel Samstagvormittagseinkaufsverkehr bis zum Abzweig in Kundl.

Von hier aus fahre ich weiter in Richtung Achensee. Schneebedeckte Gipfel links und rechts, ein See vor mir und der Weg dorthin mit bestens ausgebauten Kurven.

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Der Plan der weiteren Tour war schließlich ein Abstecher über Walchensee und Kesselberg. An der Mautstraße nach dem Sylvensteinspeicher scheitere ich aber an den drei Euro Mautgebühr. Denn die sind im Tank, da die Österreicher meine Kreditkarte nicht wollten. Also zurück, über die berühmte Brücke am Sylvensteinspeicher.

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In Bad Tölz zieht dann der Himmel zu. In Wolfratshausen beginnt es zu tröpfeln. Und die A95 zurück nach München ist außer gerade und langweilig auch noch nass.

Aber das trocknet wieder.

GPX-File zur Route

 

Welcome RRed.

Unsere Beziehung beginnt im Fahrmodus “Rain”. Es regnet Katzen und Hunde. Und sie ist rot.

Bestellt hatte ich ja das BMW typische blau-weiß-rot. Aber blau war wohl aus.

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Um 9:00 fahre ich also im Büro vor, völlig durchnässt. Und so zieht sich der Tag. Die rote RR steht vor der Tür, zwischenzeitlich trocken, und drinnen reihen sich die Termine. Um 19:30 schaffe ich es vor die Tür und reite in die Abendsonne.

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Reite? Brülle! Die RR hat einen Sound der brachial ist. An den Kreuzungen drehen sich die Passanten um. Die Fahrer der Autos um mich herum schauen gefühlt alle auf das rote Geschoss. Diskret kann die RR sicher nicht so gut.

Dafür liegt sie ab dem ersten Kilometer brav in der Hand und lässt sich steuern, als hätte ich noch nie was anderes gemacht. Die Sitzposition ist klar sportlicher und konsequenter als auf der guten alten VFR. Wie das auf Touren wird bin ich gespannt.

Eins wird es jedenfalls sicher nicht: langweilig!

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RRed.

Der Bismarckturm am Starnberger See

In Sichtweite zum Starnberger See steht ein Denkmal, dass eigenartig schlicht und doch monumental daher kommt. Wohlgemerkt an dem See in dem die “Geldigen” Münchner ihre Niederlassungen stellen.

Gebaut wurde der Turm 1899 für den damals gerade beim Kaiser in Ungnade gefallenen Reichskanzler Bismarck.

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Ganz erreichen kann man den Turm auf zwei Rädern nicht. Aber 400 Meter Fußmarsch von einem kleinen nahegelegenen Parkplatz sind ausrede genug, sich ein wenig im nahen Münchner Umland bis hin zum See auszutoben.

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Runter von der A95 in Richtung Süden geht es bei Schäftlarn, in Kehren hinunter zum Kloster. Trotz permanenter Geschwindigkeitsbeschränkgung von 40 km/h ein schönes Stück Straße. Am Kloster vorbei geht es weiter durch’s Hinterland in Richtung Wolfratshausen. Dort dann das Isarufer mit einer gewaltigen Betonverbauten Serpentinenstrecke wieder hinauf, diesmal ohne Geschwindigkeitsbeschränkung, zumindest beschilderter Natur. Der Verkehr tut hier selbiges.

Der verbleibende Weg zum Turm verläuft unspektakulär, auch wenn das Google-Navi mich erst einmal an das Seeufer führt, wo ich mich in Durchfahrtsverboten verlaufe.

Zurück vom Turm geht der Rückweg nördlich von Starnberg durchs Würmtal, Auch eine wunderschöne Strecke, auch durch “40” Schilder an den entscheidenden Stellen entschärft. Somit verbleibt etwas mehr Zeit für einen Blick in das schön-wilde Würmtal.

GPX-File zur Tour

 

Ostern aus der Dose

Ostern ist ein Fest für die Familie. Und die passt (noch) nicht auf zwei Räder. Also ging es in der Dose vierfach bereift durch süddeutsche Landen auf Besuch zu Eltern, Schwiegereltern und weitere Verwandtschaft.

Nichts was hierher gehört. Um trotzdem nicht ganz das Thema des Blogs zu verfehlen hier schon einmal ein Tipp für die kommenden Sommertage.

Mitten im Oberschwäbischen, in Nachmittagsausflugs-weite von Ulm, Memmingen oder mit etwas Sitzfleisch auch von München liegt Ochsenhausen. Ein verschlafenes Nest. Gut, mit Landesakademie für die musizierende Jugend in Baden-Württemberg, und mit der Eisdiele Rino.

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Rino ist sowas wie eine Eisdiele für Motorradfahrer. Oder ein Motorradklamottenladen für Eisesser. Gut, Rennradfahren tun die auch, aber der Fokus sind klar zwei Räder. Und Eis.

Und so kann man da Moppedkombis kaufen, oder Eis, oder sich auch nur mit anderen Bikern treffen und Eis essen. Aber von Eis sprach ich ja schon.

Einen Eis-Drive-Through gibt es übrigens auch, allerdings habe ich da noch nie ein Zweirad davor gesehen. Zumindest mit Integralhelm stelle ich mir das auch schwierig vor.

Ja und dann gibt es ja noch das Kloster. Kann man anschauen.

Eine Kombination mit einer schönen Tour aus München folgt später im Jahr. Versprochen. Mir selber.

 

 

Karfreitagstour durchs Fünf-Seen-Land

Karfreitag. Regen. Niemand auf der Straße, die dafür nass. Aber hilft ja nix.

Die sonst an schönen, warmen Sommertagen (mit trockener Straße) völlig überfüllten Seen im Münchner Umland (Ammersee, Starnberger See, Wörthsee, Pilsensee, Weßlinger See) haben ihren ganz besonderen Reiz im frühen Frühjahr. Die Natur ist noch nicht aufgewacht, und die Q7-fahrenden Starnberger auch noch nicht.

Den Startpunkt der Tour Weßling erreicht man am einfachsten von der A96. Von dort geht es durch den Wald und erst einmal der wieder der Autobahn entlang, bevor wir Richtung Wörthsee und Pilsensee abzweigen. Bis zur ST 2068 ist das Gelände kurvig und die Straße schmal. Dann kommt die Staatsstraße, die an Sommertagen nervtötend sein kann. Heute macht die Strecke entlang des Sees Spaß, obwohl es zwischenzeitlich zu regnen beginnt.

In Mühlfeld zweigen wir ab in Richtung Andechs. Die Straße ist gut und die Kurven weit und zügig zu fahren. In Fischen sind wir zurück am Ammersee und zweigen bald darauf ab zum Starnberger See.

Dessen Ufer ist ja weitgehend verbaut, ganz im Süden, bei Sankt Heinrich gibt es einige Stellen, in dem der Allgemeinbürger auch an den See hinkommt. Zwischenzeitlich regnet es. Die Temperaturen liegen im unteren einstelligen Bereich. Und als ich einen ersten alten Schneehaufen am Straßenrand sehe beschließe ich den eher direkten Rückweg über die Garmischer Autobahn A95. Trotz allem sollte man sich nicht in Münsing vom Autobahn-Schild täuschen lassen. In Richtung See gibt es noch einige nette Kurven, und die Abzweigung in Starnberg in Richtung Autobahn kommt noch früh genug.

Zuhause: warm duschen! Wann wird’s mal endlich wieder Sommer. Und die Straßen um die Seen voll. Blöderweise gibt es hier eine Zwangskopplung…

Fünf-Seen-Land

Am Ende hatte ich noch gut 300 weitere Fotos auf der GoPro. Dank eines GoPro-Studio Updates waren die dann alle gelöscht, bevor ich sie überhaupt anschauen konnte. Danke GoPro. Das GoPro-Studio ist hiermit von diesem Rechner gelöscht. Braucht eh keiner.

Motorrad-Apps: Touren

Ja muss man den immer alles selber (er-)finden? Nein, man muss nicht. China macht es vor, das Internet nach. Und ich zeige Euch wie.

Es sind Apps da draußen, die haben gefunden was ich suche. Heute. Best Biking Roads für Android. Eine Datenbank an vorgefahrenen und getrackten Motorradrouten:

[appbadge id=com.novasa.bestbikingroads]

Was kann die App: Zwischenzeitlich ist sie hübsch, hat tatsächlich eine ganze Menge Routen zum Beispiel auch um München herum.

Was kann sie nicht: die Routen beginnen und enden alle irgendwo. Nein, nicht irgendwo sondern bei Herbert Gasfuß im Vorgarten, in Prag oder auch mal da, wo das handgeführte GPS-Gerät des Aufzeichnenden halt endlich ausreichend Blickkontakt zum Satelliten hatte. Warum das stört? Die wenigsten von uns starten Ihre Touren bei Herbert im Vorgarten, in Prag oder eben – ihr wisst schon. Entsprechend schwierig gestaltet sich auch die Tourenplanung.

Trotzdem insgesamt eine hilfreiche App. Ich beginne jetzt und hiermit meine Sammlung der Features für DIE Biker-App. Ohne Herrn Gasfuß. Und ohne tschechische Zielgruppe.

I keep you updated.

Ertappt.

Der Plan war eigentlich folgender. Die Saison beginnt. Ich sammle Material. Ich übe die deutsche Sprache und Grammatik. Ich belege einen Kurs in angewandter Ironie. Dann Autor-werden-in-100-Tagen an der Volkshochschule. Purlitzer-Preis. Nobel-Preis. Und dann gehe ich online. So richtig. Mit Material, Beiträgen, Stil und einem Cocktail in der linken Hand.

Mein guter Freund und Motorrad-Begleiter Alex, der all das schon kann und seinen super erfolgreichen Motorrad-Blog  kettenritzel.cc betreibt, hat mich also ans Licht gezerrt.

Screenshot Kettenritzel.cc

Noch ohne Inhalt. Ohne Stil. Ohne Purlitzer. Und vor allem ohne Cocktail.

Jetzt heißt es also Material schaffen. Die Latte liegt hoch. Und morgen soll’s regnen.

Wie soll ich da jemals einen vernünftigen Motorrad-Blog auf die Beine stellen.

Ich gebe auf.